Garten planen: daran sollten Sie denken
So planen Sie Ihren Garten in der richtigen Reihenfolge: Sonne und Schatten erfassen, Zonen bilden, Terrasse nach der Sonne legen und in Etappen bauen.
Lesezeit etwa 9 Minuten

Kurze Antwort: so planen Sie den Garten ohne teure Fehler
Lernen Sie das Grundstück kennen – Sonne, Schatten, Wind, Gefälle und Boden –, bevor Sie eine einzige Pflanze oder Platte kaufen. Teilen Sie den Garten dann nach Nutzung in Zonen: Terrasse, Beete, Spielen, Gartenhaus und Kompost. Legen Sie die Terrasse nach der Sonne zu den Zeiten, in denen Sie wirklich draußen sitzen, und verbinden Sie die Zonen mit Wegen, wo Sie ohnehin gehen. Teuer wird es, Dinge nachträglich zu versetzen – zeichnen Sie den Garten deshalb und testen Sie Varianten, bevor Sie Material bestellen oder einen Gartenbauer beauftragen.
Wie erfasst man das Grundstück?
Verfolgen Sie die Sonne über einen Tag, am besten zu verschiedenen Jahreszeiten. Notieren Sie Wind, Pfützen nach Regen, Gefälle und Bodenart. Markieren Sie Bäume, Leitungen und Schächte, die bleiben.
Wie teilt man den Garten in Zonen?
Denken Sie in Räumen: Terrasse nahe der Küche, Beete an der sonnigsten Stelle, Spielbereich vom Haus aus sichtbar, Gartenhaus, Kompost und Mülltonnen gut erreichbar, aber verdeckt.
Wo sollte die Terrasse liegen?
Dort, wo die Sonne ist, wenn Sie draußen sitzen. Abendsonne liegt meist im Westen, Morgensonne im Osten. Volle Südlage kann heiß werden und braucht Schatten. Prüfen Sie Wind und Einblicke und halten Sie den Weg zur Küche kurz.
Wege und Bewegungsfluss
Legen Sie Wege dort an, wo tatsächlich gegangen wird. Hauptwege brauchen eine feste Oberfläche und Platz für die Schubkarre; Nebenwege können Kies oder Trittsteine sein.
Wie wählt man Pflanzen aus?
Wählen Sie nach Winterhärtezone, Licht und Pflegeaufwand. Stauden und Sträucher machen weniger Arbeit als Sommerblumen und große Rasenflächen. Denken Sie an die Endgröße – ein Baum zu nah am Haus wird in zehn Jahren zum Problem.
Entwässerung und Regenwasser
Wasser muss vom Haus weggeleitet werden. Das Gelände am Sockel sollte vom Haus weg fallen. Wo Wasser steht, helfen Drainage, Sickerschacht oder Regengarten; Dachwasser kann in eine Regentonne fließen.
Bewässerung
Planen Sie die Bewässerung vor den Belägen: wo Wasser nötig ist, wie weit der Außenhahn entfernt ist und ob Tropfbewässerung sinnvoll ist. Schläuche später unter fertigem Pflaster zu verlegen ist teuer.
Beleuchtung
Licht macht den Garten abends nutzbar und sichert Wege und Stufen. Planen Sie Kabel frühzeitig. Feste Außeninstallationen gehören in die Hand eines Elektrofachbetriebs; Niedervolt- und Solarleuchten können Sie oft selbst setzen.
Zaun, Mauer und Sichtschutz
Hecke, Zaun, Sichtschutzwand oder Spalier schaffen Privatsphäre. Hecken brauchen Zeit, sind aber günstig; hohe Sichtschutzwände wirken sofort, können aber genehmigungspflichtig sein und werfen Schatten.
Nachbarn und Regeln
Regeln für Zäune, Mauern, Terrassen, Gartenhäuser, Geländeveränderungen und Grenzabstände von Pflanzen unterscheiden sich nach Bundesland, Nachbarrechtsgesetz und Bebauungsplan. Prüfen Sie beim Bauamt und sprechen Sie früh mit den Nachbarn.
- Prüfen Sie, ob Zaun, Mauer und Terrasse genehmigungspflichtig sind.
- Fragen Sie nach Regeln für Geländeveränderungen.
- Beachten Sie Grenzabstände nach Nachbarrecht.
- Lesen Sie den Bebauungsplan.
Budget und Etappen
Planen Sie den ganzen Garten, bauen Sie aber in Etappen. Beginnen Sie mit dem, was später schwierig ist: Entwässerung, Erdarbeiten, Leitungen, Wege und Terrassenunterbau. Pflanzen und Möbel können folgen.
Häufige Fehler bei der Gartenplanung
- Terrasse liegt im Schatten, wenn Sie sie nutzen.
- Pflanzen ohne Blick auf die Endgröße.
- Wasser wird zum Haus geleitet.
- Wege, wo niemand geht.
- Strom und Bewässerung vor dem Pflastern vergessen.
- Kein Platz für Gartenhaus und Kompost.
- Alles auf einmal ohne Plan gebaut.
Checkliste vor dem Gartenbau
Speichern Sie die Liste und haken Sie ab, bevor Sie Material kaufen.
- Sonne, Schatten und Wind erfasst.
- Gefälle, Boden und nasse Stellen notiert.
- Zonen festgelegt.
- Terrassenplatz getestet.
- Wege gezeichnet.
- Entwässerung geplant.
- Bewässerung und Strom geplant.
- Regeln geprüft.
- Etappen und Budget festgelegt.
Garten zeichnen und testen, bevor Sie Material kaufen
Zeichnen Sie das Grundstück mit dem Haus, legen Sie Zonen, Terrasse und Wege an und verschieben Sie sie, bis der Fluss stimmt. Sehen Sie, wo Schatten fällt. Mit einem fertigen Plan wissen Sie, wie viel Pflaster und Erde nötig ist – und der Gartenbauer kalkuliert dasselbe wie Sie.
Häufige Fragen
Wie beginnt man mit der Gartenplanung?
Erfassen Sie zuerst das Grundstück: Sonne und Schatten im Tagesverlauf, Wind, Gefälle, Boden und wo Wasser steht. Legen Sie dann fest, wofür der Garten genutzt wird, und teilen Sie ihn in Zonen. Zeichnen Sie einen Plan, bevor Sie Material kaufen.
Wo sollte die Terrasse liegen?
Wo die Sonne ist, wenn Sie meist draußen sitzen. Abendsonne liegt oft im Westen, Morgensonne im Osten. Volle Südlage kann heiß werden und Schatten brauchen. Ein kurzer Weg zur Küche und Schutz vor Wind und Einblicken sorgen dafür, dass sie genutzt wird.
Brauche ich eine Genehmigung für Zaun oder Mauer?
Das hängt von Höhe, Lage, Landesbauordnung und Bebauungsplan ab. Niedrige Zäune sind oft genehmigungsfrei, höhere Sichtschutzwände und Mauern an der Grenze können genehmigungspflichtig sein. Fragen Sie beim Bauamt nach und stimmen Sie sich mit dem Nachbarn ab.
Wie wird der Garten pflegeleicht?
Wählen Sie Stauden und Sträucher passend zu Boden und Licht, verkleinern Sie Rasen und Wechselbeete und bedecken Sie den Boden mit Bodendeckern oder Mulch. Planen Sie Bewässerung und feste Kanten von Anfang an.
Bauordnungen unterscheiden sich je Bundesland und werden lokal ausgelegt. Prüfen Sie immer mit Ihrem Bauamt, bevor Sie bauen.
